Wie du die Menschen findest, die zu dir passen

In den letzten Monaten war ich noch mehr mit Menschen zusammen als sonst.

Vielleicht weißt du, dass ich Menschen „liebe“, gerne mit ihnen zusammen bin und in meinem Leben der Mensch immer im Mittelpunkt steht. Außerdem wünsche ich mir, dass du aus einer Begegnung mit mir „besser“ rausgehst, als du reingegangen bist. Ob durch ein Gespräch, einen Impuls oder eine gemeinsame Aktivität.

Was ich dabei festgestellt habe, ist, dass ich in dieser Zeit meine bisherigen Freundschaften noch mehr gefestigt habe und dass wenn ich neue Menschen kennenlerne, noch schneller merke, ob wir zusammenpassen und auf einer Wellenlänge liegen oder nicht. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die, die ich im Moment „brauche“, irgendwie in mein Leben kommen und mir sehr gerne ihre Unterstützung geben.
Wenn du dir auch mehr Menschen wünschst, die gut zu dir passen und dich durch ihre Art glücklich machen, verrate ich dir heute, was mir wichtig ist im Umgang mit anderen und wie du die „richtigen“ Menschen für dich findest.

Ich habe mich noch mehr kennen und lieben gelernt

Ein Thema, welches in meiner Beratung und in meinen Vorträgen immer eine große Rolle spielt, ist das Thema Personal Branding. Ich lege immer jedem ans Herz, sich Zeit zu nehmen und sich mit sich selbst auseinander zu setzen. Das brauchst du als Mensch für dich und deine Entwicklung, aber auch wenn du z.B. Mitarbeiter führen möchtest. Nur wenn du selbst weißt, wer du bist, was du an dir magst, was deine Stärken aber auch deine Schwächen sind und mit dadurch mit dir im Reinen bist, strahlst du das auch aus. Du sollst aber auch für andere „greifbar“ sein. Egal wo du dich öffentlich zeigst, egal ob persönlich oder auf Social Media, die Menschen um dich herum müssen leicht erkennen können, wer du als Mensch bist und was dir wichtig ist. Nimm dir Zeit und setze dich mit dir auseinander und frag dein Umfeld – es ist sehr interessant, was dabei herauskommt. Trau dich!

Der Umgang mit anderen
Aus der „Liebe“ zu den Menschen ist einer meiner wichtigsten Werte der respektvolle, ehrliche und wertschätzende Umgang mit anderen Menschen. Es gibt auch das Sprichwort: „Behandle andere so, wie du gerne behandelt werden möchtest!“ und ich finde, ja genau so sollte es auch sein. Andere Menschen können nichts dafür, dass dir gerade eine Laus über die Leber gelaufen ist, du private Probleme hast, oder ähnliches. Das musst du ganz allein im Stillen mit dir ausmachen! Wenn du aber auf der Bühne des alltäglichen Lebens bist, dann sei fair zu deinen Mitmenschen. Sei offen, ehrlich interessiert, freundlich, höre ihnen aufmerksam zu, frag mal nach und hinterfrage, wenn sie sich dir gegenüber „komisch“ verhalten. Ursache – Wirkung! Hast du was gesagt, oder gemacht, was dem anderen nicht „schmeckt“? Frag nach! Oder überlege, warum der andere vielleicht so gehandelt hat und verurteile ihn nicht gleich. Ich glaube, dass wir dauerhaft glücklicher durchs Leben gehen, wenn wir weniger mit uns beschäftigt sind und uns viel mehr für andere öffnen. Denn durch sie wird unsere eigene Welt noch schöner, wir lernen dazu, machen neue Erfahrungen und bekommen Feedback und genau das ist es, was wir für unsere persönliche Entwicklung auf Dauer brauchen!

Was sind deine Werte?

Vor kurzem war ich mit meinen, wie ich immer sage, „Lieblingsbuben“, mit denen ich studiert habe, auf unserem jährlichen Hüttenausflug. Wir wandern zusammen und übernachten dann alle gemeinsam auf einer Hütte oben am Berg. Da habe ich dann wieder gemerkt, vor allem auch durch ein schönes Ereignis, dass wir alle doch die gleichen Werte haben, auch wenn wir trotzdem unterschiedlich sind. Ja, jetzt hört es sich an, als widerspreche ich mich, aber nein, wir sind Kommilitonen, wir mögen uns, aber jetzt nach dem Studium geht jeder wieder seinen Weg. Trotzdem treffen wir uns mehrmals pro Jahr und in den Gesprächen und in der gemeinsam verbrachten Zeit merke ich, dass wir trotzdem alle die gleichen Werte haben und die gleichen Dinge für uns wichtig sind. Diese bringen uns dann zusammen, weil ich weiß, dass wir in den härtesten Momenten immer alle zusammenhalten, gleicher Meinung sind und gemeinsam in den Kampf ziehen würden. Schau dir deine Menschen in deiner Umgebung an und frag sie nach ihren Werten oder was ihnen wichtig ist. Dann siehst du, ob das zu deiner persönlichen Einstellung passt.

Trau dich, sei ehrlich und sprich alles an, was dir auf dem Herzen liegt!
Das was eine Freundschaft auch ausmacht, ist für mich, dass man immer über alles reden sollte und auch ehrlich zum anderen sein kann. Ja, Ehrlichkeit kann auch mal hart und verletzend sein, es ist aber immer eine Frage der „Musik“, also wie man es dem anderen kommuniziert. Auch wenn Themen auf dem Tisch liegen, oder ein Streit im Raum steht, zögere nicht, und trau dich, dass offen anzusprechen. Ich habe eine sehr gute Freundin und wir sind befreundet seit wir 16 Jahre alt sind. Leider ist es durch meine Arbeit und ihre Familie in den letzten Monaten und Jahren etwas ruhiger um unsere Freundschaft geworden, was mich immer wieder sehr, sehr traurig gemacht hat und ich immer Angst hatte, dass ich ihr nicht wichtig genug bin. Vor ein paar Monaten ergab sich mal die Gelegenheit das anzusprechen und ich saß weinend vor ihr und habe ihr gesagt, wie traurig es mich macht, dass wir so wenig Kontakt haben. Ich habe sie ehrlich berührt ohne ihr Vorwürfe zu machen und sie hat mir ihre Sicht geschildert und was soll ich sagen? Seit wir darüber gesprochen und uns das bewusst gemacht haben, sehen wir uns wirklich viel häufiger und ich weiß, wenn es mal nicht geht, dann liegt es nicht an mir, sondern an ihrer Familien- und Arbeitssituation.

Gleich und gleich gesellt sich gern

Vor fast zwei Jahren habe ich bei einem Workshop einen Lotti-Partner getroffen, den ich vorher noch nicht persönlich kannte. Wir haben gemeinsame Freunde, sind uns aber davor noch nie begegnet. An diesem Abend haben wir aber in unserem ersten Gespräch gemerkt, wie gleich wir doch eigentlich sind, dass wir die gleichen Dinge mögen und irgendwie dieselbe Sprache sprechen. Der Beginn einer besonderen Freundschaft für mich. Was ich damit sagen möchte, ich bin davon überzeugt, dass man Menschen um sich braucht, die ähnlich sind wie man selbst. Klar kann man unterschiedliche Dinge mögen, oder unterschiedliche Musik gut finden, aber im Herzen sollte man doch „gleich“ sein, weil ich finde, dass man sich da auf einer ganz anderen Ebene wiederfindet und man sich ehrlich versteht und vom andern verstanden wird.

Liebesgeständnisse
Ich finde in der heutigen Zeit sind wir oft stark mit uns selbst beschäftigt. Das ist prinzipiell nichts Negatives, doch manchmal „vergessen“ wir die anderen um uns herum und sehen ihren Wert in unserem Leben oftmals gar nicht (mehr). Für mich gibt es immer wieder ruhige Momente, in denen ich mir mein Umfeld anschaue, meine Freunde, Familie und auch gemeinsame Treffen oder wunderbare Momente und bin dankbar für alles, was ich wie erleben darf. Um das aber nicht für mich zu behalten, sage oder schreibe ich meinen Liebsten immer mal wieder, wie dankbar oder froh ich bin, sie zu haben, bedanke mich dafür, was sie für mich tun, sage, wie schön ein Treffen war oder oder oder. Mir tut das nicht weh und kostet wenig Zeit, ich weiß aber, wie sehr sich der andere darüber freut.
Ich wünsche mir, dass wir in dieser hektischen Zeit öfter mal wieder innehalten und dankbar sind und das auch zeigen, für alles was wir in unserem Leben haben dürfen – das ist wirklich nicht immer selbstverständlich!

Grenzen setzen
Vor ein paar Jahren habe ich ein Buch einer meiner Lieblingsautorinnen – Talane Miedaner – gelesen, die geschrieben hat, dass man für sich selbst seine eigenen Grenzen definieren und die zu gegebenen Anlass auch anderen kommunizieren soll. Darüber war ich verdutzt, da mir das vorher noch nicht so bewusst war. Ich habe mich aber daran gemacht, meine eigenen zehn Grenzen zu definieren. Sie lauten z.B. „ich möchte nicht, dass in meiner Gegenwart negativ über andere geredet wird“ oder „ich lasse mich nicht anschreien!“. Das hat mir geholfen, mich zu positionieren und anderen auch mal meine Grenzen aufzuzeigen. Ich möchte nie negativ über andere reden oder sie bewerten. Jeder Mensch darf so sein, wie er ist und das ist auch gut so. Wenn aber jemand in meiner Umgebung schlecht von einem anderen redet, dann geh ich da immer mal dazwischen und weise denjenigen daraufhin.
Das mit dem „schreien“, da kann meine Familie und Freunde ein Lied davon singen. Wehe jemand wird auch oft nur unbewusst mit seiner Stimme um mich herum lauter, weil vielleicht im Hintergrund Musik läuft oder andere reden, schon sage ich: „Schrei nicht so!“ 😉

Gastrowners Treffen für Café-Besitzer

„Konkurrenten“ gerne unterstützen
Wenn man selbstständig oder Unternehmer ist, hat man auf der einen Seite seine engsten Freunde und auf der anderen Seite hat man sein Netzwerk aus Businessfreunden, mit denen man Gemeinsamkeiten im Geschäftlichen hat, vielleicht aber auf privater Ebene nicht ganz so „dicke“ ist.

Umso schöner finde ich es, wenn wir uns auf der Businessebene gegenseitig unterstützen. Für mich persönlich gibt es keine Konkurrenz, weil ich finde, dass jeder als Person und mit seinem Unternehmen einzigartig ist und immer die Kunden anziehen wird, die zu ihm passen. Daher appelliere ich daran, dass wir uns zusammentun, netzwerken, uns treffen, austauschen, helfen und eben auch unterstützen. Denn jeder steht an einem anderen Punkt in seinem Business, den wir vielleicht schon selbst erlebt haben oder wo wir gerne hinmöchten. Ich selbst treffe mich gerne mit anderen, haben das GastrOwner-Netzwerk gegründet, wo wir Gastronomen und austauschen und unterstützen und like und kommentiere auch alles, was ich von anderen gut finde oder freue mich ehrlich (!!!) mit ihnen mit und zeige ihnen das auch.

Sich auch mal schwach zeigen und um Hilfe bitten
Das Wort „Powerfrau“ ist ein Begriff, mit dem viele Menschen mich in Verbindung bringen und das auch immer wieder zu mir sagen. Powerfrau heißt wohl, dass man viel Power hat, immer stark ist und für alles immer eine Lösung hat. Ja, vermutlich trifft das in vielen Situationen ganz gut auf mich zu, aber auch für mich gibt es Momenten oder Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, ich nicht weiterweiß oder eben Hilfe und Unterstützung „brauche“. Noch vor einiger Zeit hätte ich da viel mit mir selbst ausgemacht und eine Maske getragen, um den Ruf der Powerfrau nicht zu verlieren. Mittlerweile weiß ich aber, dass auch ich es brauche, bei Freunden oder Businesspartnern mal schwach zu sein, zu sagen, ich weiß grad nicht weiter, ich stehe vor einem Problem und ich brauche deine Hilfe. Gerade wenn man sich mal schwach zeigt, eröffnen sich viele neue positive Möglichkeiten, weil viele Menschen eben auch viele Erfahrungen gemacht haben und immer einen Rat oder Impuls für einen haben. Oder aber man wächst noch enger zusammen, weil man am anderen Seiten sieht, die man noch nicht kannte, die man aber mag, weil nicht jeder so perfekt ist und diese kleinen Schwächen uns noch einzigartiger und sympathischer machen.

Lebensabschnittsfreunde ziehen lassen
Es gibt Menschen in unserem Leben, die nenne ich Lebensabschnittsfreunde oder Lebensabschnittsgefährten. Warum? Weil sie oft in einer gewissen Zeit oder Thematik in unser Leben kommen, für einen bestimmten Zeitraum da sind und dann auch wieder sang und klanglos verschwinden, ohne Streit oder ähnlichem. Oft macht mich das sehr traurig, weil man mit dem Menschen sein Leben in vielen Situationen geteilt hat und sie mag. Ich weiß aber auch, dass es okay ist, dass diese gemeinsame Zeit dann eben rum ist. Manchmal ist man in der gleichen Situation, z.B. weil man gleichzeitig frisch getrennt ist, an einem ähnlichen Punkt im Business steht, oder sonstiges. In dieser Zeit ist man für den anderen da und er für einen, führt Gespräche, tauscht sich aus und unternimmt Sachen. Aber wir alle entwickeln uns weiter und manchmal eben in andere Richtungen. Dann sollte man dankbar sein für diese gemeinsamen Momente, den anderen aber auch ziehen lassen. Vielleicht begegnet man sich mal wieder, vielleicht aber auch nicht. Diese gemeinsame Zeit wird man aber nie vergessen.

Ich hoffe, ich konnte dir den einen oder anderen Impuls mitgeben und freue mich wie immer auch über eine Nachricht von dir!

Alles Liebe!

Deine Sabrina