Cafe Lotti Presse

30 day challenge: Jeden Tag eine Stunde mehr Zeit – heute zum Stadt erkunden

Mein Weg zur Arbeit ist jeden Tag gleich: In die U-Bahn einsteigen, einmal am Hauptbahnhof umsteigen, zwei Stationen weiterfahren und wieder aussteigen. The same procedure every day. Mittlerweile könnte ich diese Route im Schlaf abfahren und würde trotzdem ankommen.

Nachdem mein Handywecker mich heute Morgen also wieder rücksichtslos um 6 Uhr zum Aufstehen verdonnert hatte, entschied ich, die geschenkte Stunde zum Umwege fahren zu nutzen. Da ich so gut wie keinen Orientierungssinn besitze, konnte das wirklich ein Abenteuer werden. Aber hey, no risk no fun…

Ich nahm die U-Bahn zunächst ganz normal bis zum Hauptbahnhof und stieg dort, anstatt in meine eigentliche Linie, in die gegenüber, am anderen Gleis. Wo die hinfuhr? Keine Ahnung. Das Gute ist ja, wenn man keinen Plan hat, kann man sich auch nicht verfahren. Nach zwei Stationen stieg ich aus, um die Gegend weiter zu Fuß zu erkunden.

Ich las Straßennamen, die ich nicht kannte und lief an Gebäuden vorbei, die ich noch nie gesehen hatte. Ich musste nicht mal, wie der Stadtteil hieß, in dem ich gerade war. Kurz gesagt: Ich war totally lost. Nach 15 Minuten kompletter Orientierungslosigkeit und langsam aufsteigender Panik (“Nina, im Notfall nimmst du eben ein Taxi!”) , entdeckte ich das Café Lotti. Es hatte zwar leider noch geschlossen, aber bereits von außen sah es super süß aus: Weiße Möbel wie aus einem Puppenhaus, riesige Kronleuchter und eine vielversprechende Kuchenauslage. Perfekt für einen sonntäglichen Kaffeeklatsch mit meinen Freundinnen.

Ich notierte mir den Straßennamen direkt im Handy. Lotti, wir sehen uns wieder! Beim nächsten Mal aber vermutlich Dank Google Maps.

18.06.2015