Den Businessplan für ein Café schreiben: Meine 5 Tipps für dich!

In den letzten Tagen hatte ich zwei Beratungen, die sich um das Thema „Businessplan für ein Café“ gedreht haben und da dachte ich mir, dass ich dir meine fünf Tipps für den perfekten Businessplan für ein Café verrate!

Businessplan für ein Café

1. Businessplan schreiben? Ja oder nein?

Bei einer meiner Klientinnen stand die Frage im Raum, ob sie überhaupt einen Businessplan für ihr Café schreiben soll, da sie keine externen Finanzierungsmöglichkeiten benötigt. Mein Tipp an sie und auch an dich ist, auch wenn du kein Geld von einer Bank benötigst: Ja, unbedingt einen Businessplan für ein Café schreiben!
Natürlich muss der Businessplan für eine Bank viel detaillierter sein, als wenn du ihn „nur“ für dich schreibst, aber ich rate dir, dich trotzdem genauer mit deiner zukünftigen Unternehmung auseinander zu setzen. In einem Businessplan setzt du dich ja damit auseinander, wie dein Unternehmen „aussieht“, was du anbietest, wer deine Kunden und Mitbewerber sind, aber auch welche (finanziellen) Ziele du verfolgst und was im schlimmsten Fall wäre. Wenn du dich mit den Thematiken auseinandersetzt und recherchierst was das Zeug hält, fallen dir vielleicht Sachen auf oder noch ein, oder du kannst ihn aber auch immer wieder zur Hand nehmen und deine monatlichen und jährlichen Ziele kontrollieren. Außerdem ist er auch in Sachen „Zahlen“ ein erster Schritt auf dem Weg zum Unternehmer-sein. Er soll dir Sicherheit geben und dir bei Entscheidungen helfen und ist, wie ich finde, die Basis deines künftigen Unternehmens.

Businessplan für ein Café

2. Was macht dich einzigartig?

In meinem Blogbeitrag Der Traum vom eigenen Café und erste Tipps für den Weg dorthin habe ich dir ja schon den Tipp gegeben, mit einem kleinen Büchlein zu arbeiten, in dem du Ideen festhältst und dir notierst, was du an anderen Cafés magst oder nicht. Dies sollte deine Basis sein für dein eigenes Café-Konzept, welches du auf jeden Fall benötigst. Denn nur einfach mal ein Café eröffnen funktioniert heutzutage leider nicht mehr. Du brauchst entweder ein Konzept, das sich um ein Produkt dreht oder um dein „Gesamt-Unternehmen“, bei dem alles stimmig ist. Überlege dir also, was genau dich einzigartig macht und dich von anderen unterscheidet. Was möchtest du, dass die Leute später über dein Café sagen, wenn sie ihren Freunden davon erzählen.

3. Welche Bedürfnisse haben deine zukünftigen Gäste?

In meinen Beratungen merke ich immer wieder, wie groß der Traum vom eigenen Café oder Unternehmen ist und wie sehr man sich damit verwirklichen möchte. Vergiss aber nicht, dass dabei nicht du im Mittelpunkt stehst, sondern dein potenzieller zukünftiger Kunde. Das heißt, du musst ein Ambiente schaffen, in dem sich deine Kunden wohlfühlen und Produkte anbieten, die nicht dir schmecken, sondern die deine Gäste mögen und die gerade im Trend liegen. Frag deine Mitmenschen, was sie gerne in anderen Cafés essen, informiere dich über Foodtrends und beobachte in den sozialen Medien oder auf Blogs und in Kochbüchern, was gerade angesagt ist.

Businessplan für ein Café

4. Zahlen, Zahlen, Zahlen!

Ich weiß, den meisten ist das „Zahlen-Thema“ enorm verhasst und stürzt den einen oder anderen schier in komplette Verzweiflung und man weiß nicht, wo man überhaupt anfangen soll. Zahlen sind aber wichtig, um künftig erfolgreich dein Unternehmen führen zu können. Du musst über alle Zahlen, Ausgaben, Preise und Einnahmen exakt Bescheid wissen. Fang also damit an, deine persönlichen Fixkosten pro Monat festzuhalten, mach eine Aufstellung über die monatlichen Ausgaben in deinem zukünftigen Unternehmen und wenn du weißt, was du an Essen anbieten möchtest, sammle Preise, probiere deine Gerichte aus, halte die Mengen fest und fang an, zu kalkulieren. Zahlen können enorm Spaß machen, vor allem weil es ja um dein Unternehmen gibt und du dadurch lernst, mit was du wie und wann Geld verdienst und für was dein Geld „draufgeht“.

5. Was ist deine Rolle und die deiner Mitarbeiter?

Wenn du ein Café eröffnen willst, wirst du bald nicht mehr allein sein, denn du schaffst nicht alles allein und das sollst du auch nicht. Fang also frühzeitig damit an, dir darüber Gedanken zu machen, wer du als Mensch bist mit deinen Stärken und Schwächen und was dir am meisten Spaß macht und was du überhaupt nicht magst. Das heißt also, wenn du sehr gerne später in deinem Café bedienen möchtest, aber leider gar kein Händchen fürs Kochen hast, ist das nicht schlimm, denn dann suchst du einen Mitarbeiter, für den die Zubereitung von Speisen seine Erfüllung ist. Fang also an, dir Menschen zu suchen, mit denen du dich wirklich gut verstehst und mit denen du gerne zusammenarbeitest und vor allem mit denen du dich ausgleichst. So gibt es in deinem Unternehmen bald für jeden Bereich einen Spezialisten.

Auch das gehört in deinen Businessplan – dir also Gedanken zu machen, wo deine Rolle im Unternehmen ist und für welche Positionen du künftig Menschen brauchst, die bei deinen Schwächen Stärken haben!

Ich hoffe, ich konnte dir wertvolle Tipps auf dem Weg zu deinem eigenen Café geben. Wenn du Fragen hast, schreib mir gerne! Ansonsten biete ich auch Schnuppertage an, bei denen du in den Café-Alltag hineinschnuppern kannst oder persönliche Beratungen mit mir!

Ich freue mich von dir zu hören!

Deine Sabrina