Das Café Erika im Interview mit uns

Dass ich andere Münchner Cafés nicht als Konkurrenz, sondern vielmehr als Kollegen und Freunde ansehe, habe ich euch ja bereits hier erzählt. Deshalb haben wir unter anderem unser GastrOwners-Netzwerk gegründet, in dem wir uns unter Café-Besitzern austauschen und helfen können. In nächster Zeit werden wir euch immer mal wieder unsere befreundeten Cafés vorstellen, um euch die Menschen und die Geschichte dahinter kennenlernen zu lassen. Judith und Esther vom Café Erika habe ich bereits letztes Jahr kennengelernt und sie auch bei ihrer Café-Gründung unterstützt. Wiedergesehen haben wir uns dann bei der Buchpräsentation von „Zuhause im Café“! Auch bei unserem ersten Gastrowners-Treffen waren die beiden dabei und haben schon ein bisschen darüber erzählt, wie sie dazu gekommen sind, ihr Café Erika zu eröffnen. Für euch haben wir ihnen ein paar Fragen gestellt, die wir heute mit euch teilen möchten. So entdeckt ihr vielleicht ein neues Café und erfahrt ganz viel darüber, wie die beiden ihr Café führen 🙂 Viel Spaß beim Lesen!

Was macht euer Café besonders? Was ist eure Philosophie?

Das Café ist zum einen eine Hommage an einen besonderen Menschen, die Großtante Erika von Esther, aber auch an einfaches, aber gutes Essen, das man bei uns in entspannter Atmosphäre genießen kann. Und dabei sind wir selber immer unser erster Gast, das heisst es kommt nur auf den Teller und ins Glas oder die Tasse, was uns selber gut schmeckt. Die Zutaten sind möglichst regional und bio.

Wer übernimmt bei euch welche Aufgaben?

Am Anfang hat jeder alles gemacht und wir haben uns immer abgewechselt. Mittlerweile arbeitet Esther vor allem in der Küche und Judith vorne an der Theke/im Service. Alles Organisatorische teilen wir uns auf und wechseln uns ab, z.B. mit der Buchhaltung.

Wie geht ihr mit Problemen um (wenn mal etwas schiefgeht, kaputtgeht, ein Schaden eintritt, usw.)?

Generell ist Kommunikation wichtig und dass man offen darüber spricht, was gut und schlecht läuft. Nur dann kann man sich wieder weiterentwickeln und verbessern.

Wie sucht ihr eure Mitarbeiter aus?

Unsere bisherigen Aushilfen haben sich von alleine bei uns gemeldet und angefragt – das hat dann auch gleich sehr gut gepasst. Ansonsten lernen wir die Leute erst mal persönlich kennen und lassen sie 1-2 Stunden bei uns reinschnuppern. Dann merkt man schon, ob es von beiden Seiten passt oder nicht, menschlich und fachlich.

Wie macht ihr euer Marketing?

Ehrlicherweise haben wir selbst noch nicht viel Marketing gemacht. Gleich zu Beginn haben uns einige Blogger vorgestellt, zudem waren wir in diversen Münchner Zeitungen. Das hat schon einige Aufmerksamkeit gebracht. Das zog dann wieder viele positive Gäste-Rezensionen und -Bewertungen im Netz nach sich. Hinzu kamen die mündlichen Weiterempfehlungen von unseren Gästen. Es hat sich also nach und nach rumgesprochen, dass es ein neues Café in Sendling gibt.

Wir haben eine Homepage mit Grundinformationen. Mehr passiert bei uns momentan jedoch über unseren Facebook- und Instagram-Account. Wir drucken zudem regelmäßig Flyer, die wir verteilen oder die die Gäste mitnehmen und es gibt eine Bonuskarte als Kundenbindungsinstrument. Weitere Maßnahmen sind geplant, z.B. Ausweiten der Homepage, Newsletter, Veranstaltungen usw.

Wo sammelt ihr Inspirationen für euer Café?

Bei Pinterest schauen wir gerne nach Rezeptideen.

Wenn ihr in ein Café geht, was ist euch dort besonders wichtig?

Es muss natürlich schmecken, die Essens- und Getränke-Auswahl muss nicht unbedingt groß sein, Hauptsache authentisch. Das heißt, man soll merken, dass alles mit Herzblut und Liebe gemacht ist. Freundlicher aufmerksamer Service ist ebenfalls total wichtig und eine Einrichtung zum Wohlfühlen.

Was ist für euch ein No-Go in einem Café?

Wenn man das Gefühl hat, dass man „stört“ oder nicht willkommen ist. Oder wenn es kurz vor Schließung keinen Kaffee mehr gibt, weil die Kaffeemaschine schon geputzt ist…

Was ist euer absoluter Tipp, den ihr allen Gründern an die Hand geben würdet?

Informieren, informieren, informieren. Am besten vorher reinschnuppern. Mit romantischen Träumen kommt man nicht weiter, denn bei aller Freude, die ein eigenes Café/Geschäft mit sich bringt, ist es harte Arbeit. Nur wer mutig ist und keine Angst vor der eigenen Verantwortung hat, wird die Gründung gut meistern. Gleichzeitig: nicht entmutigen lassen – Phasen, in denen man zweifelt, müde ist, sich selbst für bescheuert hält oder von Neidern angegriffen wird, gehören dazu. Das ist kein Grund an der Sache oder an sich zu zweifeln.

Und zum Schluss: Wie war für euch die Zusammenarbeit mit Sabrina?

Nett, konstruktiv, kompetent. 😊

Wir bedanken uns bei der lieben Esther und Judith und hoffen, dass auch ihr Lust bekommen habt, die beiden kennenzulernen und das Café Erika zu besuchen!

Café Erika
Senserstraße 7
81371 München

Telefon: +49(0)8945237138
E-Mail: hallo@cafe-erika.de

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Öffnungszeiten:

Montag und Dienstag geschlossen

Mittwoch bis Freitag 9.30 bis 18.30 Uhr

Samstag, Sonntag und Feiertage 10.00 bis 18.00 Uhr