24 Stunden Gastlichkeit

Gastronomen München
Gastronomie München

Wände in rosa und hellblau, weiße Möbel sowie sorgfältig ausgewählte Blumendekorationen – eine angenehm freundliche Atmosphäre empfängt die Gäste des Café Lotti in der Maxvorstadt in München. Ein (Mädchen-)Traum, den sich Sabrina Lorenz mit jungen 21 Jahren erfüllte. Damals jobbte die Abiturientin als Bedienung. Dass sich der Traum nach einem eigenen Café so schnell erfüllen sollte, ahnte sie nicht: „Eigentlich wollte ich studieren. Stattdessen sagte mein Lebensgefährte: Komm, wir machen das!“. Mittlerweile sind knapp sieben Jahre vergangen.

Mit Herzblut
Das Flair eines zweiten Wohnzimmers, die Einrichtung und das Gefühl, bei Freunden zu sein, lockt viele Gäste in die Schleißheimer Straße 13. Dieser ruhigere Teil der Straße unterstützt die gemütliche Atmosphäre und sorgt für Entspannung bei den Café-Besuchern. Die fehlende Laufkundschaft stört die Inhaberin nicht. Immerhin kommen die Gäste mittlerweile von überall her, sogar aus der Oberpfalz. Auch die regionalen, frisch gekochten Speisen sorgen für genügend Andrang. „Der typische Gast ist weiblich und zwischen 25 und 45 Jahren alt. Die Frauen stehen mitten im (Arbeits-)Leben und lassen es sich bei uns gut gehen. Vor allem sind unsere Gäste bereit, für etwas Gutes etwas mehr Geld auszugeben.“ erklärt Lorenz.
Kein Wunder, denn die Produkte werden entweder selbst gemacht oder kommen von Lieferanten, zu denen die Inhaberin und ihr Team ein familiäres oder freundschaftliches Verhältnis pflegt. So kommt z.B. der Käse für das Frühstück oder die Allgäuer Käsespätzle von der Familienkäserei „Wohlfahrt“ aus Amberg-Sulzbach und die Wurst vom Großcousin Hansi aus Heimhof bei Amberg. In jedem Fall müssen die Lieferanten die gleichen Werte, Motive und Ziele haben – also das jeweilige Produkt lieben und es mit viel Herzblut herstellen, Wert auf höchste Qualität legen, respektvoll mit Mitmenschen und auch mit Tieren umgehen und im weiten Umkreis von München ansässig sein.
Die verwendeten Produkte, wie selbstgemachte Marmelade, Käse von der Biohof-Käserei, die Zotter-Trinkschokolade und den „Lotti Kuchen im Glas“ können Gäste im hauseigenen Shop kaufen und ein „Stück Café Lotti“ so mit nach Hause nehmen. „Unsere Speisen sind mit Liebe gemacht. Ich weiß, wo unsere Produkte herkommen und stehe zu 100% dahinter.“, erklärt Sabrina Lorenz. Kommt etwas Neues auf die Speisekarte, wird es vorher von ihr persönlich vorgekostet. Erst, wenn sie selbst davon überzeugt ist, wird es in die Lotti-Familie aufgenommen.

Breit aufgestellt
Ebenso funktioniert die Auswahl ihrer Mitarbeiter. Passt jemand nicht ins Team, ist eine Zusammenarbeit unmöglich. „Das Thema Personal ist mir sehr wichtig. Wir sind hier eine Art zweite Familie und das merkt der Gast. Aber er merkt auch, wenn dem nicht so ist.“ Funktioniert also das Team nicht, funktioniert auch das Café nicht. Schließlich müssen Standards eingehalten werden. Aus diesem Grund kommuniziert die junge Unternehmerin auch immer wieder die Dinge, die ihr wichtig sind. Mitarbeiterschulungen und -gespräche sind dabei ein wesentlicher Bestandteil. Trotz alledem sind in der Lotti-Familie Ideen und Anregungen willkommen, denn alle ziehen an einem Strang, um das Café ein Stückchen besser zu machen.