Rückblick: Lotti lädt ein #Durchstarten

Für alle, die gestern nicht bei unserem #Durchstarten Themenabend dabei sein konnten, haben wir im heutigen Blogbeitrag die wichtigsten Punkte unserer Rednerinnen zusammengefasst.

Gestern war wieder ein wunderbarer Abend im Café Lotti. 35 Gäste haben wir erwartet, volles Haus also. Der Abend begann wie immer mit unserer Vorstellungsrunde, dieses Mal sollte jeder sich mit seinem Namen und einem Hashtag, den er persönlich mit dem Begriff „Durchstarten“ verbindet, vorstellen. Die Begriffe #Freiheit #Selbstbestimmtheit #Unabhängigkeit waren am häufigsten zu hören, gefolgt von #Mut und #Einfachmachen.

Was bedeutet es, selbstständig zu sein?

Da unsere erste Rednerin krankheitsbedingt leider ausgefallen ist, ist spontan Lotti-Gründerin und Geschäftsführerin Sabrina eingesprungen. Das Thema Durchstarten und Träume verwirklichen ist auch für sie eine Herzensangelegenheit. Im ersten Vortrag ging es um die Voraussetzungen, die man als Selbstständiger mitbringen muss. Sabrina hat ihr Café bereits mit 21 Jahren gegründet, direkt nach dem Abitur und ohne viel Bedenkzeit. Sie musste sich während der ersten Jahre mit vielen Dingen auseinandersetzen, die sie sich im Nachhinein lieber vor der Gründung überlegt hätte: Wie muss ich als Persönlichkeit sein? Welchen Rückhalt brauche ich von außen? Halte ich dem Druck stand? Wie lange möchte ich dieses Unternehmen führen? Wie soll mein Leben die nächsten 10 Jahre aussehen?

Ihr Fazit: Wer unzufrieden mit seiner jetzigen beruflichen Situation ist, sollte sich genau überlegen, woran das liegt und was man daran ändern könnte. Nicht jeder muss sich direkt in die Selbstständigkeit stürzen, oft reichen schon ein Wechsel des Arbeitgebers oder Veränderungen im Arbeitsumfeld aus. Wer sich allerdings seinen lang ersehnten Traum vom eigenen Business erfüllen möchte, der sollte sich genau mit sich selbst, seinem Umfeld und auch der Konkurrenz auseinandersetzen und sich genug Zeit für den Businessplan nehmen, um diesen in Ruhe wachsen und reifen zu lassen.

Die Finanzen im Griff, von Anfang an

Unsere zweite Rednerin war Finanzcoach Anja Witschel. Sie hat sich ein Thema vorgenommen, das die meisten nur zu gerne etwas links liegen lassen: die Finanzplanung. Dabei ist eine ausführliche Finanzplanung die Grundvoraussetzung dafür, dass wir uns unabhängig und frei fühlen können. Ihre wichtigsten Tipps:

  • Ordnung halten! Mehrere Konten, auf denen geschäftliche und private Einnahmen und Ausgaben klar getrennt sind, sorgen für mehr Übersicht.
  • Rücklagen bilden! Während ein Arbeitnehmer sein Netto-Gehalt ausbezahlt bekommt und damit machen kann, was er will, muss ein Selbstständiger einen Teil seiner Einnahmen an das Finanzamt abgeben. Wer von Anfang an Rücklagen für die Steuernachzahlungen bildet, bekommt am Ende nicht die böse Überraschung.
  • Kurzfristigen Verlockungen widerstehen, um die langfristigen Ziele zu erreichen! Sich immer fragen: Brauche ich das wirklich? Und brauche ich das jetzt?
  • Für das Alter vorsorgen! Gerade als Selbstständiger ist es wichtig, sich um die private Altersvorsorge und Finanzpolster für die Zukunft zu kümmern. Hier gilt: Der frühe Vogel frisst den Wurm! Je früher man damit anfängt, umso höher ist der Zinseszinseffekt.

Do Work You Love

Den Abschluss unseres Themenabends bildete Galina, die Gründerin von Do Work You Love. Ihr Herzensthema: Wie finde ich den Job, den ich liebe?

Sie hat uns viele Tipps und Übungen mitgegeben, mit denen wir unserem Traumjob und unserem persönlichen „Warum?“ im Leben näher kommen:

  • Kontrolliere morgens und abends deine Gefühle: Wie geht es dir beim Gedanken an die bevorstehende Arbeit? Kannst du es kaum erwarten, wieder loszulegen? Bereust du etwas, was du an diesem Tag gemacht oder eben nicht gemacht hast?
  • Geradlinig zu sein, ist nicht immer erstrebenswert. Schaue öfter nach links und rechts, nach neuen Möglichkeiten, und scheue dich nicht davor, auch mal vom geraden Weg abzukommen und Neues auszuprobieren.
  • Um dein persönliches „Warum?“ zu finden, kann man sich seine Kindheit nochmal vor Augen halten und sich fragen: Welches Problem wollte ich als Kind immer lösen? Welche Themen haben mich damals besonders beschäftigt?
  • Male dir im Kopf (oder auch auf ein Blatt Papier) dein perfektes Leben aus: Wie sieht dein Tag aus? Mit welchen Dingen beschäftigst du dich? Welche Menschen sind um dich herum?
  • Stelle dir vor, dein ganzes Leben ist bereits vorbei. Welche Erinnerungen sollen die Menschen von dir haben? Welche Gefühle und Dinge möchtest du hinterlassen?

Ihr Fazit: Wer seinen persönlichen Traumjob sucht, sollte nicht einem Titel oder einem bestimmten Gehalt hinterherjagen. Stattdessen sollte man sich fragen, wie das Traum-Leben aussieht, das man führen möchte, und welcher Job dazu passt. Der Weg bis dahin ist lang und man wird nicht von heute auf morgen plötzlich zu 100% glücklich, aber man sollte jeden Tag einen Schritt in die richtige Richtung und zu seinem persönlichen Lebenszweck hin unternehmen.



Dieser Themenabend hat uns mal wieder gezeigt, warum wir solche Events veranstalten: Es waren wahnsinnig viele tolle Frauen und Männer da, wir haben viele neue Impulse bekommen und im Anschluss noch tolle Gespräche führen können. Jeder von uns hat sich seine eigenen Anregungen aus den Vorträgen mitgenommen und wir sind gespannt, mit welchen Ideen alle in Zukunft durchstarten werden.

Vielen Dank an alle, die gestern mit dabei waren und vor allem an unsere Rednerinnen, die so viel von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen mit uns geteilt haben!

Eure Annalena, Alisa und Sabrina <3 [/av_textblock] [/av_one_full]