Rückblick: Lotti lädt ein #Ich

Letzte Woche hatten wir wieder einen tollen Themenabend mit vollem Haus, dieses Mal zum Thema #Ich. Für alle, die nicht dabei sein konnten oder gerne die wichtigsten Gedanken nochmal zusammengefasst lesen möchten, haben wir heute einen kleinen Rückblick für euch.

„Du bist einzigartig und die beste Version von dir selbst. Eine bessere gibt es nicht: Du bist schön, beliebt, selbstbewusst, stark, optimistisch, erfolgreich, wohlhabend, weitsichtig, einfach wow und überaus bewundernswert!“

Mit diesen Worten hat Alisa aus dem Lotti-Team den Abend eingeleitet und damit gleich auf ein Kernthema unseres #Ich-Abends hingewiesen: Selbstliebe. Diesem Thema hat sich vor allem unsere erste Referentin gewidmet: Claudia Müller (coaching-claudia-mueller.de)

Sein eigener bester Freund werden

Doch was bedeutet es, sich selbst zu lieben? Claudia hat das Ganze mit einer sehr schönen Situation beschrieben: Jeder von uns kennt das Gefühl, wenn man im Kreis seiner engsten Freunde oder Familie ist und sich in dem Moment so richtig fallen lassen kann, seine echten Gefühle zeigt und jede Maske ablegt. Und genau dieses Gefühl sollte man auch sich selbst gegenüber haben: man kann sein eigener bester Freund werden und sich selbst den Raum für echte Gefühle geben.

Doch wie schaffe ich es, mich selbst, so wie ich bin, mehr zu lieben? Claudia hat uns ein paar konkrete Tipps verraten:

  • Als Erstes muss man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass man die Absicht hat, mit mehr Selbstliebe durchs Leben zu gehen und sich diese Absicht immer wieder bewusst machen.
  • Für andere Menschen bringt man oft so viel Mitgefühl und Verständnis auf, doch auf seine eigenen Reaktionen und Gefühle nimmt man oft nicht so viel Rücksicht. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt, dieses Mitgefühl, das man für andere immer hat, auch sich selbst gegenüber aufzubringen.
  • Wenn man gerade in einer Situation richtig unzufrieden mit sich selbst ist, hilft oft dieses Gedankenspiel: Versetze dich in eine Person, von der du geliebt wirst. Versuche, dich so zu sehen wie dein Partner, deine Familie oder Freunde es tun.
  • Claudias Tipp, wenn einen die eigenen Gefühle mal wieder überwältigen, ist diese Übung: Stelle dir vor, du bist der Himmel, auf dem sich alle möglichen Gefühle in Form von Wetter abspielen. Regen, Sonnenschein, Gewitter, Sturm – alles ist dabei. Du aber bist größer als diese Gefühle, du lässt sie alle passieren und identifizierst dich nicht mit ihnen. So kannst du lernen, deine Gefühle anzunehmen und sie auch wieder ziehen zu lassen.

Ein Nein ermöglicht viele Jas

Nachdem wir alle für das Thema Selbstliebe sensibilisiert wurden, ging unsere nächste Rednerin Verena Weihbrecht (www.salutavita.de), auf einen speziellen Punkt ein, der für mehr Selbstliebe wichtig ist: Nein sagen.

„Nein sagen bedeutet ja sagen zu anderen Dingen.“, erklärt uns Verena. Denn wenn wir gezielt Grenzen setzen, ermöglicht es uns, zu vielen anderen Dingen ja zu sagen. Nein Sagen hat mit Achtung vor sich selbst zu tun und damit, seine eigenen Bedürfnisse zu kennen, sie zu erfüllen und nicht immer die des anderen voranzustellen. Wenn wir kurz überlegen, fällt uns auf, dass auch wir meistens die Menschen in unserem Umfeld mehr respektieren, die auch mal Nein sagen, als die ewigen Ja-Sager. Und ein Ja bekommt nach einem Nein eine ganz andere Bedeutung. Es wird viel mehr geschätzt, weil das Gegenüber weiß, dass es ehrlich gemeint ist.

Doch wie lernt man, ein Nein auch wirklich auszusprechen und sich dem Gegenwind zu stellen? Das ist Verenas 3-Schritte-Plan:

  • Schritt 1: Als Erstes muss man sich seine eigenen Grenzen bewusst machen. Was sind MEINE Wünsche und Bedürfnisse? Helfe ich bei dieser Sache gerne? Ab wann fühle ich mich ausgenutzt?
  • Schritt 2: Nein denken. Zuerst muss man sich mit dem Wort anfreunden und sich bewusst machen, dass ein Nein eine mögliche Antwort ist. Für viele ist dieser Schritt bereits sehr schwierig, denn oft rutscht uns ein Ja schon über die Lippen bevor wir überhaupt über die Antwort nachgedacht haben.
  • Schritt 3: Nein sagen. Nicht „Tut mir echt leid, aber…“ oder „Vielleicht könnte…“, sondern einfach Nein. Denn dieses Wort ist ein ganzer Satz und braucht keine weitere Erklärung. Es gibt verschiedene Wege, ein Nein zu sagen: auf eine charmante Art, indem man sein Ja einschränkt („Ich helfe dir gerne, aber nur von… bis…“) oder auch ganz klar und direkt. Am Ende sollte man aber jedes Nein feiern und sich freuen, dass man standhaft geblieben ist.

Wie verhalte ich mich wem gegenüber?

Den Abschluss unseres Abends bildete die KeyNote-Sängerin und Speakerin Liz Howard (www.soulfood-seminars.com) mit einigen energiegeladenen Impulsen zum Thema Eigenpräsenz. Durch ihre lange Erfahrung im Training mit Managern, hat sie herausgefunden, dass es vier grundsätzliche Charaktere gibt und jeder von diesen in der Geschäftswelt unterschiedlich behandelt werden muss. Diese Charaktere hat sie anhand der Farben Blau, Grün, Gelb und Rot erklärt.

  • Blau: Blaue Personen sind sehr zahlen- und faktenorientiert. Sie brauchen von ihrem Gegenüber Sicherheit und verlangen gute Vorbereitung.
  • Grün: Grüne Personen sind zuerst einmal immer skeptisch bei neuen Begegnungen. Man sollte vorsichtig versuchen, sie von sich zu überzeugen und sich Zeit nehmen. Hat man einmal ihr Vertrauen gewonnen, werden sie einem aber immer loyal gegenüber sein.
  • Gelb: Gelb sind verspielte, lebhafte Menschen, zu denen Liz sich auch selbst zählt. Sie wollen unterhalten werden, Fakten und Zahlen langweilen sie. Sie sprühen vor Energie und Kreativität.
  • Rot: Rote Menschen sind meist dominant und überzeugen durch einen starken Auftritt, sind aber auch oft unter Spannung und gestresst. Ihnen gegenüber sollte man einen ruhigen Ton anschlagen und sie so etwas bremsen.

Für jeden dieser Charaktere hat Liz uns einen kurzen Auszug aus einem Song vorgesungen, in einer Art, der die jeweilige Persönlichkeit widerspiegelt. Wir waren alle ganz begeistert von Liz’ unglaublicher Stimme und den witzigen Anekdoten aus ihrem Alltag, die sie zwischendurch immer passend dazu erzählt hat. Während des Vortrags war es auch sehr spannend, die Gäste zu beobachten: Dabei sah man immer wieder, wie sich zwei Gäste bei einer Beschreibung wissend ansahen oder sich Namen von Freunden oder Kollegen zuflüsterten und dann lachen mussten. Das zeigt, dass Liz’ Beschreibungen wohl ganz ins Schwarze getroffen haben.

Ihr Fazit: In jedem von uns stecken alle Farben, jedoch unterschiedlich stark verteilt und es ist wichtig, zu erkennen, welche Persönlichkeit sein Gegenüber hat. Und auch in einem Business braucht es jeden dieser Charaktere: Kreative Köpfe, vorsichtige Grübler, Faktenliebhaber und starke Persönlichkeiten. Einen ganzen Regenbogen eben 🙂

Es war wieder ein rundum gelungener Themenabend mit vielen tollen Gästen, interessanten Gesprächen und spannenden Impulsen. Vielen Dank an alle, die am Donnerstag dabei waren und vor allem an unsere drei tollen Speaker!

Vielen Dank auch an Susanne Hesping für die tollen Fotos! (www.hesping.com)