Eine meiner größten Leidenschaften und die große Angst davor

Am letzten Samstag hat in Nürnberg wieder die PROJEKTIN, die Konferenz für und von Unternehmerinnen, stattgefunden. Ich erzähle euch in diesem Blogbeitrag, warum ich am Samstag fast vor Nervosität gestorben wäre und was mich dann doch ziemlich glücklich gemacht hat.

Samstagmorgen kurz nach sieben. Alisa, meine Freundin Magdalena (von Free minded folks) und ich machen uns auf den Weg nach Nürnberg zur Projektin. Ich bin ein einziges Nervenbündel und habe fast nicht geschlafen. Warum? Weil ich einen Vortrag halte – was ich ja an sich liebe, wäre da nicht mein Perfektionismus, der mich mal wieder extrem unter Druck setzt. Die beiden schaffen es dann doch, mich zu beruhigen und lenken mich ab, indem uns Magdalena von ihrem frischgestarteten Business erzählt und die eine oder andere Meinung dazu von mir hören möchte.

Die Projektin selbst ist irgendwie wie ein großes Klassentreffen. Viele aus meinem Münchner Netzwerk und viele Lotti-Speaker von diesem Jahr sind vor Ort und halten, so wie ich, einen Vortrag über ihr Business, geben Tipps und Tricks und ermutigen die anderen Unternehmerinnen. Ich freue mich, jeden einzelnen zu sehen, zu ratschen und viele neue Gesichter kennenzulernen, doch ich bin immer noch ein einziges Nervenbündel und kann es noch nicht so richtig „genießen“.

Mein Vortrag um 14.00 Uhr nach der Mittagspause dreht sich um Mitarbeiterführung und was Corporate Branding ( = der Aufbau einer Unternehmensmarke) damit zu tun hat. Etwa 60 Leute sind im Raum. Dann werde ich verkabelt und stehe auf der großen Bühne. Langsam beruhige ich mich und atme tief durch. Eigentlich liebe ich es, auf der Bühne zu sprechen und anderen Menschen mein Wissen und meine Erkenntnisse weiterzugeben, damit diese in ihrem eigenen Business noch erfolgreicher sind. Trotzdem habe ich noch nie vor so vielen Menschen gesprochen und der Fakt, dass so viele andere gute Speakerinnen da sind und ich mich, ehrlich gesagt, auch nicht blamieren will, machen es nicht besser.

Ich glaube, es läuft dann doch ganz gut – jedenfalls nach dem Feedback meiner Zuhörerinnen. Erzählt habe ich davon, wie wichtig es ist, dass jeder Unternehmer weiß, was der Sinn seines Lebens und somit seines Unternehmens ist, wie man eine Markenidentität für sein Unternehmen aufbaut und wie man daraus Mitarbeiter generiert und führt.
In meinem Vortrag bringe ich meine persönlichen Erkenntnisse aus jahrelanger Tätigkeit als Unternehmerin, sowie die Theorie aus Büchern und meinen Ausbildungen zusammen.

Danach habe ich noch mit den anderen Speakerinnen geratscht, anderen Vorträgen gelauscht, Gespräche mit meinen Zuhörern geführt und zum krönenden Abschluss waren Magdalena und ich dann noch mit anderen Teilnehmern im Bratwursthäusle Kartoffelsuppe und Nürnberger Bratwürste essen.

Ich freu mich schon, nächstes Jahr wieder als Speakerin dabei zu sein und vielleicht die eine oder andere von euch dort zu treffen 😉

Eure Sabrina